Wer unser Land, unsere Nation bei Länderspielen der Fußballnationalmannschaft vertreten darf, für den sollte es eine Ehre sein, das Lied der Deutschen zu singen. Dies ist, wie sich immer wieder zeigt, leider für einige Spieler nicht so!
Als die Kamera am Donnerstagabend direkt vor Spielbeginn einen nach dem anderen ins Visier nahm, hing eine ganze Nation an den Lippen der Nationalspieler. Das Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina – das letzte vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika – diente nicht nur dazu, um die Tauglichkeit der Akteure auf dem Rasen, sondern auch die WM-Form beim Mitsingen der Nationalhymne abzufragen.
Franz Beckenbauer hatte jügst die Mitsingpfilcht bei der Nationalhymne gefordert: «Alle sollten die Hymne singen, man hat dann eine ganz andere Einstellung. Ich habe das Mitsingen 1984 als Teamchef eingeführt.»
In die gleiche Kerbe schlägt Weltmeister Pierre Littbarski. Er sagte nach dem Sieg gegen Bosnien in Waldis WM-Club in der ARD: «Die Spieler sollten die Nationalhymne mitsingen und stolz sein, dass sie Nationalspieler sind.»
Bundestrainer Joachim Löw fährt hingegen eine ganz andere Linie. «Ich habe vor einiger Zeit mit einigen Spielern über das Thema gesprochen. Eins ist klar: Wir freuen uns, wenn möglichst viele Spieler mitsingen, aber wir zwingen niemanden dazu. Unsere Jungs identifizieren sich total mit der Nationalmannschaft und Deutschland. Aber man muss auch an ihre Herkunft denken», sagte er der Bild-Zeitung.
Dies sehen wir anders. Entweder jemand bekennt sich zu Deutschland, dann darf er mitspielen und unsere Hymne mitsingen – ansonsten sollte er lieber für das Land spielen, für das sein Herz schlägt. Söldner brauchen wir nicht!
Sami Khedira ist der Meinung, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss. Linksverteidiger Dennis Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, schweigt ebenso wie Khedira und sagt: «Das ist eine persönliche Sache.»
Vize-Kapitän Bastain Schweinsteiger gehört hingegen zur Fraktion der Mitsinger. «Ich finde es wichtig, die Fans singen die Hymne auch. Das fokussiert mich auf das Spiel. Ich bin stolz, für Deutschland zu spielen», so der Mittelfeldspieler.
Gegen Bosnien-Herzegowina hatte die mitsingende Fraktion das klare Übergewicht. Sieben Spieler intonierten die Nationalhymne, vier blieben stumm. Die gebürtigen Polen Piotr Trochowski und Lukas Podolski sowie Khedira und Mesut Özil, der türkischer Abstammung ist, verweigerten das Mitsingen.
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nachhause != nach Hause
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nö… beides geht – siehe Wahrig – Die deutsche Rechtschreibung!
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